Samstag, 15. Dezember 2007Welch eine Winterlandschaft, und das ohne eine Schneeflocke. Die Strassen problemlos zu befahren, Bäume wie aus Kristall; da hält es selbst die schlafsüchtigsten der zur Zeit wieder zahlreichen Feriengäste nicht in den Betten, und schon gar nicht mich (aber ich bin ja auch kein Feriengast). Die neue Canon Digitalkamera schnell zur Hand, geht es ohne Frühstück aus dem Haus. Diesen Winteranfang (ein paar Tage vor dem kalendermässigen) muss man einfach geniessen, das ist was fürs Auge und Gemüt, das ist Wellness fast kostenlos vom Feinsten, ohne Wartezeiten und Voranmeldung. Gerne hätte ich das Fahrrad genommen, aber leider reicht die Zeit dafür nicht. Nachmittags stehen die Weihnachtseinkäufe auf dem Terminplan. Naja, macht auch nichts, nehme ich halt Mein Weg führt mich nach Langholt zur "Roten Riede", ein Anblick wie man ihn sich aus Naturfilmen vorstellt; ein Bild wie gemalt. Stimmungsvoller kann eine Flusslandschaft nicht sein. Hier könnte ich es Stunden aushalten. Aber es gibt noch viel zu sehen, das Moor lockt, welch faszinierender Anblick. Vorbei geht es an den Windkrafträdern, deren ernorme Kraft jetzt noch deutlicher als sonst zum Ausdruck kommt. Was mögen unsere Vorfahren in dieser Jahreszeit Verschlafen wirkt das Mühlenensemble, das Rad dreht sich nicht, es ist windstill. Still auch der Golfplatz in Papenburg, meine nächste Station. Überrascht stelle ich fest, dass auch einige Golfer die kalte abe Papenburg präsentiert sich wie in einem Märchen, etwas anderes habe ich nicht erwartet. Der Weg hat sich heute wieder einmal gelohnt, wie schon die vielen vorangegangenen Kurzbesuche. Kann man die Zeugen unserer Kultur besser präsentieren als mit einem Schleier aus kristallenen Wassertröpfchen? Ich glaube nicht. Die van Velen Anlage ist "verschlafen". Auf dem Hauptkanal liegen die Museumsschiffe stumm zwischen den vielen Brücken, von einer mache ich noch schnell eine letzte Aufnahme. Schade. Schade dass ich nicht länger bleiben kann.- Ich trete den Rückweg an, bevor das Essen kalt wird, vorbei an der "Gesina" und "Friederike", der holländischen Bockwindmühle, weiteren Windkrafträdern in Klostermoor, die im direkten Vergleich mit einsamen Bäumen noch gigantischer wirken. Mittlerweile ist die Speicherkarte meiner Digitalkamera voll, nur gut, dass ich gleich zuhause bin und eh keine Zeit mehr habe. Wie schaffen die vielen Urlauber es nur, in ihren Ferien alles in wenigen Tagen zu sehen? - Nein, es ist nicht zu schaffen. Dafür benötigt man Wochen. Gerne hätte ich auch noch in Herbrum an der Schleuse, in Dörpen / Lathen an der Transrapid-Teststrecke, in Leer .... - Naja, es gibt ein nächstes Mal. Das ist Wellness, Entspannung pur, läßt einen den Alltagsstess und auch das motorisierte Fahrgestell vergessen. Was wäre gewesen, wenn ich wie die vielen Urlauber mehr Zeit gehabt hätte und diese schöne Tour durch Ostfriesland und das Emsland mit dem Fahrrad hätte unternehmen können? Vielleicht sollte ich mir auch einmal die Zeit nehmen und einfach zu Hause Urlaub machen, zuhause bei uns in Ostfriesland, wo andere regelmäßig Urlaub machen, wie die vielen Stammgäste. Joachim Koslitz |
Der Winter ist ins Emsland und Ostfriesland eingezogen














das Auto.
empfunden haben, als es noch keine motorisierten und beheizten Fahrzeuge gab; und natürlich auch keine Windenergieanlagen. An den Strassenrändern die letzten Vorräte für den Winter geht es weiter Richtung Papenburg. Schon längst befinde ich mich im Emsland, lasse die
"Esterweger Dose" hinter mich und komme an der Windmühle Burlage vorbei, zurück in der Zivilisation.
r klare Luft zu einer Runde auf dem Golfplatz nutzen. Jeder Atemzug unserer norddeutschen Luft tut gut, schön dass wir hier sind und nicht in den Städten. Schön auch, daß wir nicht an der kahlen Küste der Nordsee wohnen, die diesen Anblick nicht bieten kann.
